Drama in Lütschental BE - Frau bei Brand in Mehrfamilienhaus verstorben - zwei Kinder (9, 11) verletzt!
Drama in Lütschental BE - Frau bei Brand in Mehrfamilienhaus verstorben - zwei Kinder (9, 11) verletzt!
04.07.2020 | 09:27
Kantonspolizei Bern
(Symbolbild) (Bildquelle: pexels (CC0) - (Symbolbild))
In der Nacht auf Samstag ist in einem Mehrfamilienhaus in Lütschental ein Feuer ausgebrochen. Eine Frau verstarb noch vor Ort. Zwei Kinder wurden verletzt mit der Rega in ein Spital geflogen. Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen zu den Umständen und zur Brandursache aufgenommen.
Die Meldung, dass ein Dachstock eines Mehrfamilienhauses an der Stegmatte in
Lütschental brenne, ging bei der Kantonspolizei Bern am Samstag, 4. Juli 2020, um kurz
vor 1.35 Uhr, ein.
Als die Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort eintrafen, stellten diese
eine starke Rauchentwicklung im Bereich des obersten Stockwerkes der Liegenschaft
fest. Mehrere Bewohner des Hauses befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits
ausserhalb des Gebäudes, gaben jedoch an, dass zwei dort wohnhafte Personen noch
vermisst werden.
Ein verletztes Kind, das sich bereits ausserhalb des Gebäudes befand,
wurde von einer Bewohnerin betreut. Den Feuerwehren gelang es, den Brand unter
Kontrolle zu bringen und schliesslich zu löschen.
Im Verlaufe der Löscharbeiten konnten die Rettungskräfte eine Frau und ein weiteres
Kind im Bereich der obersten Wohnung auffinden und bergen. Trotz Reanimation
verstarb die Frau noch vor Ort.
Es bestehen konkrete Hinweise, dass es sich dabei um
die Bewohnerin der Wohnung, eine 35-jährige Schweizerin, handelt. Die formelle
Identifikation steht noch aus. Die beiden Kinder, 9- und 11-jährige Knaben, wurden
verletzt und mussten mit der Rega in ein Spital geflogen werden. Sechs weitere
Bewohner des Hauses sind nach jetzigen Kenntnissen nicht verletzt.
Der untere Bereich des Mehrfamilienhauses ist noch bewohnbar. Aufgrund der grossen
Rauchentwicklung wurden für die Bewohner mit Hilfe der Gemeinde aber individuelle
Lösungen gefunden. Die Stegmatte musste für den Verkehr zeitweise gesperrt werden,
eine Umleitung wurde eingerichtet.
Im Einsatz standen nebst den Feuerwehren
Grindelwald-Lütschental und Bödeli auch zwei Helikopter der Rega, zwei
Ambulanzteams sowie das Care Team des Kantons Bern zur Betreuung von betroffenen
Personen. Eine Brandwache wurde gestellt.
Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der Regionalen Staatsanwaltschaft
Oberland Ermittlungen zur Klärung der Umstände und zur Brandursache aufgenommen.


