Zürich

Zürich ZH – Drohne als Einsatzmittel bei Schutz & Rettung

Drohne
Drohne (Bildquelle: Schutz & Rettung Zürich)

Schutz & Rettung Zürich hat vor einigen Wochen den operativen Betrieb einer eigenen Drohne aufgenommen. Dieses neuartige Einsatzmittel kann im Bedarfsfall rund um die Uhr als unterstützendes Element zum Einsatzort gebracht werden. Die Drohne verfügt über spezielle Kameras, mit denen sich die Einsatzleitung rasch einen Überblick verschaffen und so weiterführende, taktische Entschlüsse für die Ereignisbewältigung fällen kann.

Die mit zwei Kameras ausgestattete Drohne ist ein neuartiges Einsatzmittel, welches den Einsatzkräften von Schutz & Rettung Zürich innert kürzester Zeit wertvolle Bilder und Informationen liefert und der Einsatzleitung einen Gesamtüberblick verschafft. Mit der Wärmebildkamera werden zudem Brandherde oder Glutnester lokalisiert und Temperaturen gemessen. Dadurch können weiterführende, taktische Entscheidungen für die Ereignisbewältigung getroffen werden.

Das Einsatzspektrum erstreckt sich im Wesentlichen auf Gebäude-, Wald- oder Flächenbrände, Grossereignisse (z. B. Zug- oder Flugzeugunglück), Elementarereignisse oder Gewässerverschmutzungen. Je nach Einsatzstichwort wird das «Drohnenpikett» direkt durch die Einsatzleitzentrale ausgelöst oder es kann jederzeit durch den Einsatzleiter angefordert werden. Primär kommt die Drohne auf dem Stadtgebiet zur Anwendung, im Bedarfsfall kann sie aber auch im ganzen Kanton Zürich zum Einsatz kommen.

Es wurden insgesamt neun Drohnenpiloten von Schutz & Rettung Zürich ausgebildet, welche den operativen Betrieb rund um die Uhr an 365 Tagen gewährleisten. Diese Piloten verfügen nebst der flugtechnischen Ausbildung auch über die notwendigen Kenntnisse hinsichtlich der Rechtslage im Luftraum (Anmeldungs- und Bewilligungsverfahren).

Schutz & Rettung Zürich verfügt über zwei Drohnen desselben Typs und mit derselben Ausrüstung, welche als Haupteinsatzmittel im Einsatz stehen. Dabei handelt es sich um eine optische Kamera sowie eine Wärmebildkamera, einen FLARM-Sender zur Ortung, zwei Blitzlichter sowie einen Fallschirm. Die Steuerung der Drohne erfolgt vom Boden aus durch den Drohnenpiloten, wobei in Sichtdistanz geflogen wird. Die Beschaffungskosten beliefen sich auf insgesamt rund 25'000 Franken.

Nebst den Haupteinsatzmitteln führen die Piloten im Pikettfahrzeug eine kleinere Ersatzdrohne mit, welche ebenfalls optische und thermische Bilder liefern kann.