Lindauer Bundespolizei bringt serbischen Straftäter hinter Gitter

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Symbolbild (Bildquelle: Polizei)

Am Sonntagmorgen (9. Juni) hat die Bundespolizei einen Serben verhaftet. Der Mann wollte in einem Fernreisebus unerlaubt nach Deutschland einreisen. Erst durch die Überprüfung der Fingerabdrücke des Reisenden stellten die Bundespolizisten mehrere Fahndungsnotierungen fest und brachten den Südosteuropäer daraufhin hinter Gitter.

Lindauer Bundespolizisten kontrollierten die Insassen eines Fernreisebusses aus Italien am Grenzübergang Hörbranz. Ein Serbe war jedoch nicht im Besitz eines notwendigen Aufenthaltstitels. Eine Abfrage der Personalien im Fahndungscomputer verlief zunächst ohne Ergebnis. Erst durch die Überprüfung der Fingerabdrücke des Reisenden stellten die Bundespolizisten fest, dass der Mann unter anderen Personalien bereits polizeibekannt war und unter diesen Aliaspersonalien mehrere Fahndungen vorlagen.

Gegen den 46-Jährigen, der angab auf dem Weg zur Beerdigung eines Verwandten nach Belgien zu sein, besteht ein bis März 2021 gültiges Einreise- und Aufenthaltsverbot für die Bundesrepublik. Der Südosteuropäer war bereits im September 2018 von der zentralen Ausländerbehörde Bielefeld abgeschoben worden.

Weiterhin lagen gegen den Mann zwei Vollstreckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Münster vor. Wegen Erschleichens von Leistungen war der Serbe den deutschen Justizbehörden 1.242,- Euro oder ersatzweise 38 Tage Haft schuldig geblieben. Nach einer Verurteilung, unter anderem wegen räuberischer Erpressung, Diebstahlsdelikten, Bedrohung und Beleidigung, muss der 46-Jährige zudem noch eine Freiheitsstrafe von über anderthalb Jahren von ursprünglich drei Jahren und drei Monaten verbüßen.

Auch die Staatsanwaltschaft Arnsberg suchte den Straftäter bereits wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Bundespolizisten lieferten den Verhafteten anschließend in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.