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(DE) Facebook Post abgesetzt statt Hilfe zu leisten

Symbolbild Polizeifahrzueg
Symbolbild Polizeifahrzueg (Bildquelle: Pixabay CC0 )

Am Mittwoch ereignete sich in Lauenburg SH ein tragischer Unfall. Doch noch schockierender ist, das eine Person an der Unfallstelle, statt Hilfe zu leisten, einen Facebook Post absetzte.

Was war passiert

Eine 18-jähriger Mann aus der Umgebung von Büchen befuhr mir einem VW Polo die L 200 in Richtung Lauenburg. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr der 18-jährige auf gerader Strecke nach links in den Gegenverkehr und stieß mit einem entgegenkommenden VW Tiguan zusammen. Fahrer des Tiguan war ein 17-jähriger Fahrschüler aus Lauenburg mit seinem 79-jährigen Fahrlehrer. Der Fahrschüler versuchte noch auf den Grünstreifen auszuweichen, konnte den Zusammenstoss aber nicht mehr verhindern.

Hinter dem Fahrschulwagen fuhr eine 25-jährige Frau aus der Umgebung von Büchen mit einem Ford Fiesta. Die 25-jährige konnte auch nicht mehr ausweichen und fuhr auf den Tiguan auf.

Der Fahrer des Polo war in seinem Fahrzeug eigeklemmt. Im Motorraum des VW Polo brach ein Feuer aus, so dass die Ersthelfer nicht in der Lage waren den Fahrer aus dem Fahrzeug zu befreien. Das Fahrzeug brannte komplett aus. Der Fahrer verstarb an der Unfallstelle.

Unterlassene Hilfeleistung

Ein Facebook Post über diesen Unfall, der kurz nach dem Zusammenstoss abgesetzt wurde, sorgte derweil für Verwirrung. So sei dieser um 17:13 Uhr gepostet worden, eine Minute nach dem Notruf bei der Polizei, welcher um 17:12 Uhr stattfand. Ausserdem stammte der Post nicht von der Person, welche den Notruf tätigte. Die Polizei hat jetzt ein Verfahren, wegen des Verdachts auf unterlassener Hilfeleistung, gegen den Verfasser des Posts eingeleitet.