A44 Werl - Unfallfahrer flüchtet nach Zusammenstoß auf der Autobahn

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Symbolbild (Bildquelle: Polizei)

Nach einem Unfall mit zwei Schwerverletzten in der Nacht zu Samstag (am 8.11. um 23:15 Uhr) auf der A 44 in Fahrtrichtung Dortmund, flüchtete der Unfallverursacher vom Unfallort. Die Suche nach dem Fahrer wurde durch einen Hubschraubereinsatz unterstützt.

Wie genau es zu dem Unfall auf dem rechten Fahrstreifen der A 44 kam, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Dem jetzigen Kenntnisstand nach fuhr auf der A 44 bei Werl / Mawicke um kurz nach 23 Uhr, der Fahrer eines Pkw Ford Mondeo auf das Heck eines vorausfahrenden Pkw Ford Fiesta auf. Durch die Wucht des Aufpralls kam der Fiesta nach rechts von der Fahrbahn ab, schleuderte in die Böschung, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Der Fahrer des Mondeo hielt sein ebenfalls schwer beschädigtes Auto rund 150 Meter weiter auf dem Seitenstreifen an und flüchtete zu Fuß.

Die Insassen des Ford, ein 27-jähriger Mann aus Ingolstadt und seine 26-jährige Beifahrerin, erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen. Die Frau konnte sich aus dem Autowrack befreien, Ersthelfer kümmerten sich um sie und. Der Fahrer hingegen war in dem auf dem Dach liegenden Wrack eingeklemmt und musste von Rettungskräften befreit werden. Auch um ihn hatten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Ersthelfer und ein darunter befindlicher Arzt gekümmert. Beide Ingolstädter wurden schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert.

Für die Suche nach dem flüchtigen Unfallverursacher forderten die Polizeibeamten einen Hubschrauber zur Unterstützung an. Zwar war der ebenfalls verletzte Fahrer in der Nähe nicht aufzufinden, allerdings erfolgten parallel weitere Ermittlungen. Aufgrund aufgefundenen Beweismittels im Unfallwagen und im angrenzenden Grünbereich, verdichten sich die Hinweise derzeit konkret auf einen Mann, der als alleiniger Nutzer des Wagens in Frage kommt.

Unfallzeugen schilderten der Polizei, dass das Auto bereits vor dem Unfall aufgefallen war. Sie beschrieben die Fahrweise des Mannes als aggressiv und rücksichtslos. Zudem soll er mit sehr hoher Geschwindigkeit den vorausfahrenden Autos sehr dicht aufgefahren sein und sich den Weg mit Lichthupe und Hupe frei gemacht haben.

Den Unfallschaden schätzt die Polizei auf etwas mehr als 10.000 Euro. Die A 44 in Richtung Dortmund blieb für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt, eine Ableitung von der Autobahn erfolgte an der Ausfahrt Soest. Der aufgestaute Rückstau wurde links an der Unfallstelle vorbei geführt. Gegen 2 Uhr wurde die Fahrbahn wieder frei gegeben.