Paris (F) - Polizist und Täter bei Anschlag getötet - IS bekennt sich zur Tat

21.04.2017 08:27 | Von: P.D.

In Paris (F) hat sich am Donnerstagabend ein neuerlicher Anschlag ereignet. Ein Polizist kam dabei ums Leben, ebenso der Attentäter. Zudem wurden zwei weitere Beamte und eine Touristin verletzt. Der "IS" bekennt sich zur Tat.


Auf den Champs-Elysées im Westen von Paris ist es gestern Abend zu einem blutigen Anschlag gekommen. Beim Attentat verloren ein Polizist und der Attentäter ihr Leben. Zwei weitere Beamte sowie eine Touristin wurden verletzt.

Es herrschte ein riesiges Durcheinander. Touristen konnten nicht in ihre Hotels zurückkehren, Menschen waren in Restaurant und Büros eingeschlossen.

Vor der Tat soll der getötete Schütze die Absicht geäussert haben, Polizisten zu ermorden. Diese Information stammt aus dem Umfeld der französischen Anti-Terror-Ermittler. Die Behörden durchsuchten eine Wohnung, in der der Mann zuletzt gewohnt haben soll.

"IS" bekennt sich zum Anschlag

Gemäss der Nachrichtenagentur "AFP" reklammiert die Terrormiliz "Islamischer Staat" den Angriff für sich. Dabei bezieht man sich auf Angaben aus dem IS-Propagandadienst "Amaq". Die Attacke sei von IS-Kämpfer "Abu Yussef der Belgier" verübt worden.

Kurz vorher teilte die Staatsanwaltschaft mit, der Attentäter sei identifiziert worden. Weitere Informationen wurden zunächst allerdings nicht gemacht. Inzwischen liess die Pariser Polizei verlauten, dass der mutmassliche Angreifer auf den Champs-Élysées ein 39-Jähriger aus einem östlichen Vorort der Stadt sei. Das sagten zwei Beamten, die wegen fortlaufenden Ermittlungen nicht namentlich genannt werden durften.

Der Täter sei als Extremist bekannt gewesen. Ermittlungen, ob er bei der Tat Komplizen hatte, laufen.

Auf Polizisten gezielt und geschossen

Laut der Polizei benutzte der getötete Schütze bei der Tatausführung eine automatische Waffe. Er hatte es ganz gezielt auf Polizisten, die ausserhalb eines Einkaufszentrums standen und die Gegend bewachten, abgesehen, erklärte Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins.

Frankreich wird seit gut zwei Jahren von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert, die über 230 Menschen aus dem Leben riss. Seit den Terroranschlägen von Paris vom November 2015 gilt der Ausnahmezustand im Land.

Artikelfoto: Saber68 (CC BY-SA 3.0) - (Archivbild)

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