Fedpol warnt vor Dschihad-Kindern

17.02.2017 08:17 | Von: P.D.

Laut dem Bundesamt für Polizei geht für die Schweiz nicht nur eine Gefahr von Dschihad-Rückkehrern aus, sondern auch deren verstörtem Nachwuchs. Nicoletta della Valle warnt.


Fedpol-Chefin Della Valle hat Dschihad-Kindern im Fokus. (Symbolbild)- Alexas_Fotos (CC0 Public Domain)

Gemäss dem Schweizer Nachrichtendienst ist mit mehr Dschihad-Rückkehrern zu rechnen. Nicoletta della Valle, Direktorin des Bundesamts für Polizei (Fedpol), glaubt, dass diese künftig die Sicherheit des Landes gefährden könnten. Weiter soll auch eine Gefahr von deren Kindern ausgehen.

"Die Dschihadisten werden teilweise mit ihren Familien zurückkommen, samt Kindern", sagt della Valle zum "St. Galler Tagblatt". Ein Teil dieser Kinder würde der IS von klein auf einer Art Gehirnwäsche unterziehen. Sechs- bis Achtjährige erhalten Waffen statt Spielzeuge. Sie müssen bei Tötungen zuschauen, um zu lernen, Menschen umzubringen. Falls dieser Nachwuchs in die Schweiz zurückkehrt, werde es "eine wirkliche Herausforderung sein".

Seltsame Äusserungen im Kindergarten 

Momentan sind glücklicherweise noch keine derartigen Fälle bekannt, gibt Della Valle an. "Es gibt aber Einzelfälle von Kindern aus Familien, die hier leben und die Radikalisierung bereits vollzogen haben und zum Beispiel seltsame Äusserungen im Kindergarten machen."

Europäische Kollegen raten die Schweiz derweil zur Vorbereitung auf das Horror-Szenario. Denn auch in unserem beschaulichen Land lauert die Gefahr eines terroristischen Anschlags. "Der Nachrichtendienst des Bundes beurteilt die Bedrohung als unverändert hoch und geht davon aus, dass das noch eine Zeitlang so bleiben wird", macht Della Valle noch einmal deutlich.